Mit einem überaus guten Gesamtergebnis beendeten 42 junge angehende Lehrkräfte ihren Vorbereitungsdienst am Studienseminar Oldenburg für das Lehramt an Berufsbildenden Schulen. Damit haben sie ohne Ausnahme die sogenannte zweite praktische Ausbildungsphase, nach dem abgeschlossenen Hochschulstudium, erfolgreich zum Abschluss gebracht.

Die einzelnen Programmpunkte wurden durch eine studentische Musikgruppe unterhaltsam und auf hohem Niveau verbunden.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Begrüßungsworte des Schulleiters der gastgebenden BBS Wechloy, Herr Oberstudiendirektor Oliver Pundt. Herr Pundt begrüßte die Gäste und drückte seine Hoffnung aus, dass letztlich alle Absolventinnen und Absolventen auch den Weg über eine volle Stelle in die Lehrerzimmer der Berufsschulen der Nord-West-Region finden werden.

Für das Studienseminar Oldenburg für Berufsbildende Schulen wurde das Forum durch deren Leiter, Herrn Oberstudiendirektor (OStD) Heinz Kaiser, herzlich begrüßt. Herr Kaiser richtete dabei zunächst seinen Dank an die anwesenden Leitungen und die Ausbildungslehrkräfte der kooperierenden Berufsbildenden Schulen aus der Region und auch an die Angehörigen der Referendarinnen und Referendare. Ohne diesen unterstützenden Rahmen seien solch positive Ergebnisse kaum denkbar.

Der Gastredner dieser Feier, Herr Dr. Albert Fischer vom Studienseminar Braunschweig, referierte zum Thema Schülercoaching. Dr. Albert Fischer zeigt eine weitere Möglichkeit auf, wie sich die angehenden Lehrkräfte mit ihren Schülerinnen und Schülern über Unterricht austauschen, ihnen eine individuelle Unterstützungen und Beratung geben, ein Feedback gewährleisten und damit einen kontinuierlichen Reflexionsprozess initiieren können: Punkte, die durch die Studie von John Hattie als Tiefenmerkmale für guten Unterricht herausstellt werden.

Das Schülercoaching impliziert diese Tiefenmerkmale guten Unterrichts oder nach Hattie könnte man auch sagen: „Da kann der Lehrer die Schüler denken hören!“ Herr Fischer erläuterte dann, wie nun genau das Schülercoaching abläuft.

Herr Dr. Albert Fischer war bis 2012 Lehrer an den BBS Münden und dort 2007 einer der Initiatoren und Mitbegründer des Schülercoachings nach dem „Mündener Modell“. Herr Fischer hat dann von 2007 – 2011 als Projektleiter „Coaching“ an den BBS Münden gearbeitet und von 2011 – 2012 als Koordinator das vom Niedersächsischen Kultusministerium getragene Pilotprojekt/Innovationsvorhaben „Schülercoaching“ geleitet.

Für die Referendarinnen und Referendare sprach Herr Alexander Johnen, der einen Rückblick auf die 18 Monate des Referendariats warf, von den Befürchtungen, die man am ersten Tag der Ausbildung in sich trägt bis zum erfolgreichen Abschluss, der hier im Nordwesten oft noch mit einer Planstelle gekrönt wird.

Die mit 42 Frauen und Männern relativ große Gruppe zeichnete sich über die gesamte Zeit als sehr gut strukturiert, sehr selbstbewusst und als ausgesprochen team- und kooperationsfähig aus. Das wurde ihnen von den drei pädagogischen Leitern, Frau StDn Sonja Hinrichs, Frau StDn Dorothee Apfeld und Herrn StD Gerd Carstens, in einem Redebeitrag ausdrücklich bescheinigt.

 

   
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