Das (fast vollständige) Seminarkollegium 2019
Seminarinterne Fortbildung in der HÖB Papenburg
Raum 601
Dies ist unser größter Unterrichtsraum!
Die PS-Gruppe 0420!
November 2018 - April 2020
Die Dachterrasse im 6. Stock
Die Dachterrasse des Studienseminars
Der Gesundheitstag im Seminar
Ich passe auf mich auf!
Unsere PS-Gruppe 1019!
Mai 2018 - November 2019
Boßeln oder eher Winterspaziergang?
Egal, jedenfalls nicht "Entwurf schreiben"! :-))
Das mobile Lernen nimmt einen immer größeren Stellenwert in der Seminarausbildung ein
Berechtigterweise :-)
Und das sind die 0420 QQs :-)
Zusammen passen sie nicht mehr auf ein Bild :-0
Kompaktseminar Szenisches Spiel
Warm-ups, Standbilder, Rollenspiele u.v.m.

„Herausforderung Rechnungswesenunterricht – auf die Grundvorstellungen kommt es an!“

Für Mittwoch, den 20.03.2019 konnte der ALUMNI- u. Förderverein des Studienseminars Oldenburg für das Lehramt an berufsbildenden Schulen e.V. Herrn PD Dr. Florian Berding für eine Veranstaltung zum Thema „Herausforderung Rechnungswesenunterricht“ gewinnen. In diesem Vortrag wurde den zahlreich erschienenen Interessierten die neusten Erkenntnisse zum Modell der Grundvorstellungen präsentiert. Eingangs begrüßten Heinz Kaiser (Vorsitzender des Fördervereins Alumni) und Uwe Brandes (Stellvertretender Vorsitzender) die Interessierten und leiteten in die Thematik ein. Privatdozent Dr. Berding eröffnete den Zuhörenden zunächst den „Status Quo“ der Forschung im Hinblick auf den Rechnungswesenunterricht und markierte die dominierenden Ansätze: die Bilanzmethode und den wirtschaftsinstrumentellen Ansatz. Wobei auch diesen Ansätzen die Begünstigung von Fehlvorstellungen bei den Lernenden vorgeworfen wird. Rechnungswesen bereitet den Lernenden häufig Schwierigkeiten, da hohe Abstraktionsgrade gemeistert werden müssen und wenig Bezüge zu konkreten wirtschaftlichen Tätigkeiten gezogen werden.

Im Anschluss wurde das Modell der Grundvorstellungen definiert und differenziert betrachtet. Zusammenfassend wurde festgehalten, dass die Grundvorstellungen der Lernenden den Lernprozess und den Lernerfolg wesentlich beeinflussen.

Herr Berding folgerte im finalen Teil seiner Präsentation didaktische Implikationen aus den Forschungsresultaten, die grundsätzlich mit dem „wirtschaftsinstrumentellen Ansatz“ harmonieren, da hier im Prozess induktiv vorgegangen wird und erst danach eine Abstraktion erfolgt. Auch wurde der hohe Wert von authentischen Belegen, dynamischen Arbeitsblättern und Visualisierungen (Foto/Video) betont.
Die Präsentation wurde von Herrn PD Dr. Berding in eine offene Diskussion überführt, die bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern regen Anklang fand.

 

Humor im Unterricht (und in der Schule)


Lachen ist heilend. Das kennen wir von den Klinikclowns aus den Krankenhäusern. Wie verhält es sich aber in der Schule? Haben Lehrerinnen und Lehrer im Unterricht nichts mehr zu lachen? Wie wirkt sich eine humorvolle Lehrkraft oder ein humorvoller Unterricht auf das Lernverhalten aus? Es ist schon lange wissenschaftlich bewiesen, dass mit Freude, Spaß, Humor und Lachen das Lernen leichter fällt.
 Humorvoller Unterricht dient der kognitiven, emotionalen und sozialen Entwicklung. Es fördert die Kreativität und Motivation der Schüler*innen. Bei kreativen und humorvollen Problemlösungen profitieren Schüler*innen, Lehrpersonen und das soziale Miteinander. Humor ist trainierbar! Doch wie kann Humor konkret im Unterricht und in der Schule eingesetzt werden? Um humorvoll unterrichten zu können, müssen die Lehrkräfte ihren eigenen Humor kennen. Genau diese Fragestellungen wurden von Markus Weise (StR, BBS II Delmenhorst, zert. Humorberater (HCAD), staatl. gepr. Darsteller f. Clowntheater und Komik, Klinikclown) in dem Wahlmodul „Humor im Unterricht (und in der Schule) intensiv bearbeitet. Dabei wurde deutlich, dass Humor „Konfliktsituationen“ auflösen und neue Ansätze schaffen kann. Das wusste schon Joachim Ringelnatz: „Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.“

 

Kompaktseminar „Szenisches Spiel“ im Fachseminar Sozialpädagogik
Im November 2018 wurde im Fachseminar Sozialpädagogik wieder eineinhalb Tage szenisch gearbeitet mit Warm-ups, Standbildern, Rollenspielen u. v. a. Unter der kompetenten Anleitung des Theaterpädagogen und Lehrers Frank Fuhrmann erlebten sich die LiVs als Akteur*innen und erwarben gleichzeitig die Kompetenz, den eigenen Unterricht szenisch zu gestalten. Die Referendar*innen und Quereinsteiger*innen erprobten sich vor allem darin, Schüler*innen in Rollen ein- und ausfühlen sowie in szenischen Verfahren zur Gestaltung, Auswertung und Weiterentwicklung von Standbildern und Spielszenen.
Das Seminar fand aufgrund der stets sehr guten Rückmeldungen zum wiederholten Male statt. Für den intendierten Kompetenzerwerb bedeutet es gerade in der Fachrichtung Sozialpädagogik, neben dem Wissen auch die Fertigkeiten und die Haltung in den Fokus des Unterrichts zu stellen. Szenische Verfahren bieten hier die Möglichkeit, dass Schüler*innen am Lernort Schule handelnd Stellung nehmen, empathisch unterschiedliche Perspektiven übernehmen oder Handlungsalternativen entwickeln und deren Wirkung beobachten können, um nur einiges zu nennen.
Auch in diesem Jahr wurde wieder das eigene Erleben als intensive und nachhaltige Erfahrung von den Teilnehmer*innen hervorgehoben. Und natürlich kamen der Spaß und auch das Kennenlernen der einzelnen Seminargruppen nicht zu kurz!

 

 

 

Referendare und Quereinsteiger erleben Industrie 4.0 in Emden

Am 12.12.2018 besichtigte das Fachseminar Elektrotechnik die neu eingetroffene smart factory in Emden. Diese wurde im Rahmen des Projekts „BBS fit für 4.0“ des Landes Niedersachsens von engagierten Lehrern der BBS 2 entwickelt. Herr Siemens, Fachlehrer für Elektrotechnik und Politik an der BBS II (2. v.r.), stellte zunächst das geplante Unterrichtskonzept der Anlage an einem interaktivem Touchscreen vor. Bereits bei der Vorstellung zum Thema Industrie 4.0 wurde/n die Seminarteilnehmer/in in den Umgang mit digitalen Medien eingeführt. So wurde z.B. mithilfe einer Echtzeitabfrage unter Einsatz von digitalen Endgeräten ein Brainstorming durchgeführt, um hieraus gemeinsam eine Mindmap zum Begriff Industrie 4.0 am Touchscreen zu entwickeln. Hier wurde besonders deutlich, wie sich Berufsschulunterricht im Rahmen der Digitalisierung verändern wird.
Anschließend wurde der Fertigungsprozess des PIC (Personal Individual Case) von der individuellen Bestellung bis zum fertigen Produkt vorgeführt. Dabei geht es darum, einen bereits auf dem Markt erhältlichen programmierbaren Minicomputer (Raspberry Pi) mit einer teilweise vom Kunden selbst bestimmbaren „Verpackung“ zu versehen. Fragen zur Dezentralisierung und zum Planungsprozess der Anlage wurden von Herrn Siemens ausführlich beantwortet. Im Abschlussblitzlicht wurde deutlich, wie spannend der zukünftige Berufsschulunterricht aussehen wird und mit welchen Herausforderungen sich die Seminarteilnehmer/in konfrontiert sehen.
Damit die angehenden Lehrkräfte optimal auf die stetig steigenden Ansprüche des Unterrichts vorbereitet werden, soll im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Studienseminar Oldenburg und der BBS 2 Emden eine Lernsituation geplant, durchgeführt und evaluiert werden. Für dieses Projekt haben die angehenden Lehrer Klaus Bollmann, Sascha Ebelt, Thomas Pundsack und Achim Wulfen die Besichtigung der Anlage genutzt, um Ziele und Kompetenzen für die Lernsituation festzusetzen. Bereits im Frühjahr 2019 soll diese dann im Unterricht der Automatisierungstechniker eingesetzt werden. 

 

 

 

 

 

"Die Hälfte der Pädagogen geht bis 2030 in Rente, und die Lehramtsstudenten können die Lücke nicht schließen. Das ist nicht nur für Azubis und Betriebe ein Problem, sondern für die ganze Gesellschaft!" 

(Quelle: Süddeutsche Zeitung Nr. 250 vom 30.10.18)

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