Ziele der Arbeit im FS Industrie

Ziel der Ausbildung ist es, die Referendarinnen und Referendare in die Praxis des Unterrichtens im Ausbildungsschwerpunkt Industrie einzuführen und die Vermittlung einer umfassenden unterrichtlichen Handlungskompetenz sukzessiv aufzubauen.

Die Ausbildung in dem beruflichen Schwerpunkt Industrie ist determiniert durch die entsprechenden Vorgaben der Verordnung über die Ausbildung und die Zweiten Staatsprüfungen für Lehrämter im Lande Niedersachsen (PVO-Lehr II). Dabei stehen die folgenden allgemeinen Qualifikationsmerkmale im Vordergrund:

  • Unterrichten
  • Erziehen
  • Beurteilen
  • Beraten
  • Innovieren
  • Mitwirken

Darüber hinaus ist die Ausbildung für das Lehramt an berufsbildenden Schulen auf folgende Qualifikationen auszurichten:  

  • die in den Klassen/Lerngruppen im Ausbildungsberuf Industriekaufmann/Industriekauffrau auftretenden Unterschiede in Bezug auf soziale Herkunft, Lerngeschichte und Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen;
  • in der berufsqualifizierenden Ausbildung von der beruflichen Situation der Schülerinnen und Schüler ausgehen;
  • in einzelnen Lernfeldern des Berufsbereiches Industrie vernetzt unterrichten und Unterricht gestalten;
  • die in den Unterricht an berufsbildenden Schulen hineinwirkenden Änderungen der Inhalte und Bedingungen beruflicher Tätigkeit sowie den technologischen Wandel berücksichtigen und auf den Erwerb von Qualifikationen hinarbeiten, die über den Ausbildungsberuf hinaus wirksam bleiben;
  • die Verbindung zwischen der Ausbildung in Schule und Betrieben sowie in Einrichtungen der Wirtschaft herstellen;
  • mit den Trägern der betrieblichen Berufsausbildung kooperieren und ggfs. in Ausschüssen, die sich mit der Berufsausbildung befassen (z.B. Zwischen- und Abschlussprüfungen), mitwirken.

 

Grundsätze der Arbeit im FS Industrie

Die Arbeit im Fachseminar orientiert sich vor dem Hintergrund der o. g. Zielsetzungen an den Grundsätzen:

  • Teilnehmerorientierung (Wünsche und Interessen der Referendarinnen und Referendare beeinflussen maßgeblich die inhaltliche und organisatorische Gestaltung der Fachseminararbeit. Im Vordergrund stehen dabei überwiegend Erfahrungen und Probleme aus dem eigenen Unterricht, sowie sonstige aktuelle Fragen, die im Seminar thematisiert und aufgearbeitet werden) und
  • Curriculumorientierung

Es werden fachdidaktische „Bausteine“, die thematische Schwerpunkte der Ausbildung im Hinblick auf die o. g. Qualifikationen enthalten, angeboten.

Dazu wird das Seminar u.a. gestaltet durch

  • gemeinsame Unterrichtsplanungen, (ggf. auch gemeinsame) Unterrichtsdurchführung,
  • gemeinsame Hospitationen und Reflexionen,
  • Integration von DV-Anwendungen
  • Aspekte der Lernortkooperation (z.B. Betriebsbesichtigungen, Teilnahme an IHK-Prüfungen etc.)

Diese Ziele und Grundsätze sollen dazu beitragen, einen weitgehend selbst verantwortlich gestalteten Lernprozess zu ermöglichen, der die Herausbildung eigener Schwerpunkte innerhalb der Seminarausbildung fördert.

   
© Studienseminar Oldenburg für das Lehramt an Berufsbildenden Schulen