Ziele der Arbeit im Fachseminar Banken

Ziel der Ausbildung ist es, die Referendarinnen und Referendare in die Praxis des Unterrichtes im Ausbildungsschwerpunkt Banken einzuführen und die Vermittlung einer umfassenden unterrichtlichen Handlungskompetenz sukzessiv aufzubauen.

 

 

 

 

 

Seminardidaktische Grundsätze

Praxisorientierung

Das nationale und internationale Bankwesen unterliegt permanenten Neuerungen und Umstrukturierungen in den Hauptfunktionen des Bankgeschäftes (Zahlungsverkehr, Geld- und Vermögensanlagen sowie Kreditgeschäft). Darüber hinaus hat sich der Beruf Bankkaufmann/-kauffrau in den letzten Jahren immer mehr von einem produktbezogenen zu einem kundenorientierten Kommunikationsberuf entwickelt.

Für den Unterricht im Ausbildungsschwerpunkt Banken sind der Bezug zur Praxis und die ständige Weiterbildung der Lehrkräfte unerlässlich. Dem permanenten Wandel wird Rechnung getragen, indem fachliche Neuerungen und Ergänzungen sowie „Markt- und Kundenorientierung“ integrale Bestandteile der Fachsitzungen sind.

 

Teilnehmerorientierung

Referendarinnen / Referendare und Fachleiter bemühen sich gemeinsam um konsensfähige Inhalte eines Ausbildungscurriculums, das wesentliche Elemente der aktuellen curricularen Vorgaben für die Ausbildung von Bankkaufleuten enthalten muss. In jeder Phase der Ausbildung soll auf spezielle Wünsche und Erfordernisse der Referendarinnen und Referendare Rücksicht genommen und entsprechend eingegangen werden.

In bestimmten Bereichen sind deutliche Verzahnungen zur Ausbildung in den Fachseminaren der beruflichen Fachrichtung Wirtschaft herzustellen und zu nutzen.


  
Prozessorientierung

Ziel der Ausbildung ist es, die Referendarinnen und Referendare in die Praxis des Unterrichtes im Ausbildungsschwerpunkt Banken einzuführen und die Vermittlung einer umfassenden unterrichtlichen Handlungskompetenz sukzessiv aufzubauen:

In der Einführungsphase (ca. 1. – 3. Monat) machen sich die Referendarinnen und Referendare mit den Grundlagen des Ausbildungsschwerpunktes vertraut. Sie führen im Rahmen der Hospitationen an der Ausbildungsschule - in Absprache mit den jeweiligen Fachlehrerinnen und Fachlehrern - gezielte Beobachtungen durch.

In der Erweiterungsphase (ca. 4. – 8. Monat) werden am Beispiel ausgewählter praktischer Unterrichtsvorhaben  die Grundlagen einer didaktisch-methodischen Konzeption erarbeitet und im Rahmen von Unterrichtsdurchführungen reflektiert. Als Überprüfungsinstrument  für die eigenständige Planung, Durchführung, Kontrolle und Reflexion ist der „Beratungsbogen zur Evaluation von Unterricht“ zu Grund zu legen.

In der Konsolidierungsphase (ca. 9. – 15. Monat) werden die bisher gelegten Grundlagen verfestigt und konsequent im praxisbezogenen Unterricht umgesetzt. Dabei soll ausdrücklich auf die Wünsche und die Bedürfnisse der Referendarinnen und Referendare eingegangen werden. Es ist allerdings darauf zu achten, dass das gesamte Spektrum der Lernfeldtypologie des Ausbildungsberufes Bankkaufmann abgedeckt wird. Des weiteren sollen insbesondere in dieser Phase die Referendarinnen und Referendare in den Fachsitzungen ihre UB-Entwürfe vorstellen und ihre Erfahrungen aus der Unterrichtsdurchführung einbringen.    
 
In der Abschlussphase (16. – 18. Monat)  steht weniger der Unterricht als solcher im Vordergrund. Fokussiert werden flankierende Maßnahmen wie Ausbildersprechtage an Schulen,  Kooperationstreffen „Schule/Bank“, Prüfungsvorbereitungen für   SchülerInnen, Kammerprüfungen, etc.
Ferner werden den Referendarinnen und Referendaren  Orientierungshilfen für die Zweite Staatsprüfung gegeben.
 
Die gesamte Fachseminarausbildung  erfolgt in möglichst enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Ausbildungslehrerinnen und -lehrern der jeweiligen Ausbildungsschulen.  

 

Inhalte des Fachseminars Banken

  • Einführung in die Aufgaben, Zielsetzungen und Arbeitsweisen des Fachseminars.
  • Beziehungen und Abgrenzungen zum Fachseminar der beruflichen Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung.
  • Überblick über Fachliteratur, Lehr- und Lernmittel.
  • Der Lehrplan Bankkaufmann / Bankkauffrau im Aktionsfeld von Berufsschule, Kreditwirtschaft und IHK-Prüfungen; schulinterne Stoffverteilungspläne.
  • Einführung in die Unterrichtspraxis:
  • u.a. Orientierungshilfen für Unterrichtshospitationen, didaktische und methodische Hilfen zur Unterrichtsplanung und Unterrichtsdurchführung.
  • Makro- und Mikrosequenzierung ausgewählter Lernfelder aus dem Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Bankkaufmann/-frau:
  • u.a. Bedingungsfeldanalyse, Sachanalyse, Stoffauswahl und didaktische Reduktion, Lernzielformulierungen, Unterrichtsverlaufsplanung.
  • Fachmethodik unter Berücksichtigung schüleraktiven handlungsorientierten Lernens:
  • u.a. Unterrichtsmethoden, Aktions- und Sozialformen des Unterrichts, Formulierung von Lernsituationen, Medieneinsatz, Berücksichtigung moderner Technologien, Konzeption einer Modellbank.
  • Erfolgskontrollen im Unterricht:
  • Evaluation des Lernerfolges; Planung, Durchführung und Auswertung von Klassenarbeiten.
  • Prüfungsfach „Kundengespräche“:
  • Kommunikationsgrundlagen, Aufbau und Ablauf eines Beratungsgesprächs, Aufbau und Anwendung eines Beobachtungsbogens.
  • Beobachtung, Analyse und Reflexion von Unterricht:
  • u.a. gemeinsame Unterrichtsbesuche bei Referendarinnen und Referendaren sowie beim  Fachleiter.
  • Konzepte und Ansätze zur Zusammenarbeit mit Partnern der dualen Berufsausbildung:
  • u.a. Kontakte zu Ausbildungsbetrieben und zur Industrie- und Handelskammer, ZPA-Prüfungen der Bank-Auszubildenden.
  • Vorbereitung auf die Pädagogische Prüfung: Schriftliche Hausarbeit, Prüfungsunterricht, Prüfungsgespräch.
 
   
© Studienseminar Oldenburg für das Lehramt an Berufsbildenden Schulen