Ziele der Arbeit im Fachseminar Sport

Die Ausbildung im Fachseminar ist auf die Förderung der für die Referendarinnen und Referendare wichtigen berufspädagogischen, fachlichen, fachpraktischen, didaktischen und methodischen Kenntnisse und Fertigkeiten ausgerichtet. Die Referendarinnen und Referendare werden mit den zukünftigen Aufgaben so vertraut gemacht, dass sie den Erziehungs- und Bildungsauftrag erfolgreich und verantwortlich wahrnehmen können. Die Vielfalt der Sinnorientierungen im Sport soll dabei wahrgenommen und in unterrichtliches und außerunterrichtliches Handeln umgesetzt werden können.

Ein weiteres wichtiges Ziel ist es, durch eine schärfere Akzentuierung auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler an berufsbildenden Schulen, dem Fach Sport den auch aus gesellschaftlich-gesundheitlicher Sicht notwendigen Stellenwert zu verschaffen.

Seminardidaktische Grundsätze

Im Zentrum der Ausbildung mit den Referendarinnen und Referendaren steht die Arbeit mit den ihnen anvertrauten Schülerinnen und Schülern. Der notwendige Perspektivwechsel vom eigenen Sport- Erleben hin zu einer Anleitung zum selbstverantwortlichen Sporttreiben Anderer ist ein wichtiger Erfahrungsschritt. Daher ist das Fachseminar Sport ein Ort des Fragens, des Erprobens, des Experimentierens, des Reflektierens und Innovierens. Dabei werden die eigenen Unterrichtsbilder im Sinne einer Hinführung der Lernenden zum eigenverantwortlichen Umgang mit ihren körperlichen Ressourcen erweitert und gefestigt.

  • Die Fachleiter beraten und unterstützen die Referendarinnen und Referendare in diesem Prozess. Die Veranstaltungen in den Fachseminaren setzen darauf, dass die Referendarinnen und Referendare sich selbst ausbilden wollen, also für sich und ihr Lernen selbst Verantwortung tragen.
  • Grundsätzlich orientiert sich die Ausbildung im Fachseminar an den Prinzipien des handlungsorientierten Unterrichts.
  • Der moderne Sportunterricht ist geprägt von einem ganzheitlichen Ansatz, wobei unterschiedliche Interessen so angesprochen werden, dass Bewegung als positiv wahrgenommen und gesundheitliche Erkenntnisse umgesetzt werden können.
  • Gerade der Sport bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, die Schule als besonderen Erfahrungs- und Lebensraum zu gestalten und damit die Lernatmosphäre sowie die mentale Leistungsfähigkeit zu verbessern.
  • Zu unseren seminardidaktischen Grundätzen gehört auch der Anspruch, dass wir uns im Rahmen der Ausbildung bemühen, Unterrichtssequenzen zu entwickeln, die gleichzeitig den Anspruch der Alltagstauglichkeit erfüllen.

Coaching

Die Fachseminargruppen Sport werden betreut von den Fachleitern J. Beintken, E. Stulken und Josef Holstermann.

Inhaltliche Angebote / Sonderausbildung

Die unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Erfahrungen der Referendarinnen und Referendare bilden den Ausgangspunkt der Seminararbeit. Durch systematische und konstruktive Beratung werden die Grundlagen geschaffen, um vielfältige alltagstaugliche Unterrichtsbilder zu entwerfen, die den Anforderungen des handlungsorientierten Unterrichts genügen.

Daneben werden wissenschaftsbasiert und praxisbezogen grundsätzliche und aktuelle Themen des Sportunterrichts an berufsbildenden Schulen bearbeitet.

Der Austausch von Unterrichtsmitteln und die gegenseitige Unterstützung und Beratung sind besonders hilfreich.

Daneben wird im Fachseminar Sport großer Wert auf die Weiterentwicklung der fachpraktischen Selbstkompetenz der Referendarinnen und Referendare gelegt. Diese wird im Rahmen der regelmäßigen Fachseminare durch gemeinsames Sporttreiben sowie durch besondere Qualifikationsveranstaltungen gefördert. In Verbindung mit der Vermittlung sportpädagogischer Konzepte werden nach Bedarf in den Bereichen Ski/ Snowboard, Kanu, Inliner, Trampolin, Klettern, Surfen, etc. die nach den Grundsätzen zum Schulsport erforderlichen Lehrbefähigungen erworben.

 

   
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